15.-20.2.26 Winterkurs der Komponistenklasse

Ständchen zum 100. Geburtstag von György Kurtág

„Wie komponiert man für Kontrabass und E-Bass?“ – Um diese und viele andere Fragen rund ums Komponieren ging es im Winterkurs der Komponistenklasse Dresden. Vom 15. bis 20. Februar trafen sich Kinder und Jugendliche aus Dresden und dem sächsischen Raum zum Komponieren, Improvisieren, Singen und Musizieren. Die Acht- bis 18-Jährigen wohnten im Rittergut Limbach bei Wilsdruff und wurden von Silke Fraikin, Johannes Korndörfer und Annette Schlünz unterrichtet (Pädagogische Begleitung: Sabrina Bräuer).

Zu Beginn des Kurses war der Journalist Michael Bartsch zu Gast, dessen Radio-Beitrag am 20.2.26 bei MDR Kultur gesendet wurde.

Neben dem Kompositionsunterricht standen Gehör- und Rhythmustraining, Musikhören, Präsentationen und Vorträge auf dem Programm. Mit seinem Workshop „Komponieren für Kontrabass und E-Bass“ führte der Musiker Leonhard Endruweit vom Klangkollektiv Opus Eins die jungen Komponierenden an die Klangwelt, Spielweisen und Notation seiner Instrumente heran.

Das gemeinsame Improvisieren mit Annette Schlünz stand diesmal unter dem Motto „Schläft ein Lied in allen Dingen“. Dabei ließ sich die Gruppe von Pablo Nerudas „Ode an die Dinge“ inspirieren.

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Augen zu – Ohren auf!

Im Festspielhaus Hellerau präsentierte die Komponistenklasse Dresden ihr alljährliches Uraufführungskonzert.

Dresdner Neueste Nachrichten – Wieland Schwanebeck, 11.11.25

Der zweite Konzertteil beginnt mit einem schönen Paradoxon: Einmal die Augenschließen, damit alle Sinne zum Zug kommen. Diese Einladung spricht das Ensemble collective lovemusic aus, bevor „Jäger der Legenden“ zu Gehör gebracht wird, ein Stück der jungen Dresdner Komponistin Fanny Weber. Gespielt wird es von den vier im Raum verteilten Musikern, inspiriert ist das Stück von Gaming- und Gruselfilm-Elementen. Und mit geschlossenen Augen werden die Zuhörer erst von Flöte, Klarinette, Geige und Cello in Bann gesetzt, und schließlich mit Surround-Klängen überrascht. Es ist eine von vielen anregenden Fantasiereisen, die dieser Nachmittag zu bieten hat.

Fanny Weber ist Schülerin der von Silke Fraikin geleiteten Komponistenklasse Dresden, die am Sonntag zum jährlichen Uraufführungskonzert im Festspielhaus Hellerau lud und einmal mehr mit dem überbordenden Ideenreichtum junger Komponisten im Alter von zehn bis 21 Jahren zu begeistern wusste.

Standen in den Konzerten der letzten Jahre unter anderem erzählende Miniaturen, inspiriert vom Schulalltag und Tierreich im Vordergrund, erwies sich im diesjährigen, mit „Kobolde im Rattertakt“ betitelten Konzertprogramm, dass die meisten der jungen Komponisten bereits im Teenageralter sind. Das Abstraktionsniveau war hoch, die Bandbreite der musikalischen Ausdrucksmittel enorm.

Auf Zugfahrt gingen mit ihren Stücken Elias Krauße („Rattertakt“) sowie Levin Konrad Schleif („Auf dem Bahnhof“), der das Getrippel der Fahrgäste per Pizzicato und den ratternden Rollkoffer mit dem charakteristischen Klang des Guiro hörbar macht. Imposante Spannungsbögen bauten Willy Weber und Danny Schäfer mit ihren elegischen Kompositionen – Weber mit einem klassisch gesetzten Walzer („Valsagitado“), Schäfer mit seinem Trio für Klarinette, Geige und Cello. Richard Plate, der in Berlin Komposition studiert, experimentierte in seinen stimmigen „Konstellationen von…“ mit Harmoniefolgen, während Lewin Ferdinand Juri Gödan elegante Variationen über ein Thema baute und dabei den Blasinstrumenten auch perkussive Effekte entlockte.

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Das sind die Mozarts von heute

Freie Presse Chemnitz – Jana Peters, 7.10.24

Gleich 16 Uraufführungen hat das Publikum im Saal der städtischen Musikschule erlebt. Die fantasievollen Stücke wurden von Kindern erdacht und aufgeschrieben – für den Waldteufel, die Hauskatze und selbst erfundene Instrumente.

Chemnitz – Es klingt herrschaftlich und etwas orientalisch. Das Stück könnte, wenn es nach Akkordeonistin Susanne Stock ginge, „In Caesars Reich“ heißen. Geht es aber nicht. Das Stück heißt „Partytour“ und stammt von Manuel Timme. Er ist Jahrgang 2014 und […] Schüler der Komponistenklasse Dresden. […] Einmal im Jahr werden die Kompositionen als Konzert gespielt.

Der berühmteste Kinder-Komponist dürfte Mozart sein. Er soll schon im Alter von fünf Jahren Musik geschrieben haben. Aber der Vergleich ist gar nicht nötig. Schon einige Schüler der Komponistenklasse studierten danach tatsächlich Komposition, wie die aktuelle Leiterin Silke Fraikin. […]

In Workshops waren den Kindern Klarinette, Akkordeon und Schlagwerk vorgestellt worden. Sie sollten für einzelne Instrumente oder alle zusammen komponieren. Der Dresdner Elias Krauße entschied sich für alle Instrumente, denn er wollte etwas zu seinem Hauskater Sergeant schreiben. „Er macht immer so viel Krach, da konnte ich gut alle drei Instrumente nehmen“, sagt der 18-Jährige. Krach und Jagd nach Mäusen lassen sich aus seinem Stück heraushören, vor allem wenn die Akkordeonistin mit den Fingern über alle Tasten rauscht und mit der flachen Hand darauf haut.

Das titelgebende Stück für das Konzert („Tim Tam Tom“) hat Cedric Emilian Noah Haß komponiert. Es ist für Schlagwerk geschrieben und Perkussionistin Anke Storch hat alle Hände voll zu tun. Auch, weil dem Jungen aus Klipphausen, Jahrgang 2011, die vorhandenen Instrumente nicht ausreichten. Er überspannte Schraubgläser mit Fetzen von Luftballons. Zupft man über den Luftballongummi, entsteht ein trockener Klang. […]

Gleich eine ganze Geschichte hat Linda Elisabeth Korndörfer vertont. Sie besucht die fünfte Klasse des Landesmusikgymnasiums in Dresden und spielt Cello. Ihre Komposition heißt „Wie der Waldteufel den Baum hochklettert“ und ist ein Solostück für Percussion. Den Waldteufel stellt sie sich als „kleinkindgroßes Biest mit zwei Hörnern und langem Schwanz“ vor. Er klettert einen Baum hoch, hört dem Specht zu, tanzt oben mit dem Waldgeist und fällt danach vom Baum. […]

„Un jardin fleuri“ – Komponistenklasse Dresden zu Gast in Strasbourg

29.11.25 18:00 „Un jardin fleuri“ – Cité de la musique et de la danse, Strasbourg (F)
collective lovemusic spielt neue Werke von Eleven aus Strasbourg und Dresden

Das mit zwei erfolgreichen Konzerten in Leipzig (8.11.) und Dresden (9.11.) gestartete Kooperationsprojekt „Komponistenklasse Dresden & collective lovemusic“ wurde Ende November mit einem Gegenbesuch in Strasbourg fortgesetzt. Vom 27. bis 30. November reiste eine Auswahl der Komponistenklasse zu Workshop, Konzert und Get together in die Partnerstadt.

Ein Kooperationsprojekt von Freunde und Förderer der Komponistenklasse Dresden e.V. mit LVMSC und dem Konservatorium Strasbourg. Gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds.
Avec le soutien de la Ville de Strasbourg – dispositif Villes jumelées, Mécénat Caisse des Dépôts et le CNM. lovemusic est lauréat du prix Ensemble ’25 Ernst von Siemens Musikstiftung.

„Kobolde im Rattertakt“ – Uraufführungskonzerte mit collective lovemusic

8.11.25 16 Uhr Leipzig: Musikschule Neue Musik Leipzig / Kulturhof Gohlis (mit einer Ouvertüre des Musikschulensembles EfZM)
9.11.25 16 Uhr Dresden: HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste / Kleiner Saal

Im ‚Rattertakt‘ ging es auf musikalischen Gleisen hinein in die Welt der Phantasie – bis nach Havanna! Im ausverkauften „Kleinen Saal“ waren Geschichten von Kobolden und Schatzjägern mit so geheimnisvollen Titeln wie „Lucrum perditum“ oder „Qwrxlrdnkrl!“ zu erleben.

Neue Musik von Kindern und Jugendlichen aus Dresden und Strasbourg

In diesem moderierten Familienkonzert erklang neue Kammermusik für Flöte, Klarinette, Violine und Cello, die die Acht- bis 20-Jährigen unter Anleitung der Komponisten Silke Fraikin, Johannes Korndörfer, Annette Schlünz und Bernd Schumann den Musikern von collective lovemusic „auf den Leib“ komponierten.

Konzertdebüt in Dresden

Das international gefragte Ensemble collective lovemusic aus Strasbourg (Ensemble-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung 2025) gab im Rahmen dieses Kooperationsprojekts sein Konzertdebüt in Dresden und präsentierte Uraufführungen von Jungkomponisten aus beiden Partnerstädten, darunter „Auf dem Bahnhof“ von Levin Schleif, „Der Lauf der Kobolde“ von Jonas Kerda, „Rattertakt“ von Elias Krauße, „5 Miniatures“ von Lou Gitz oder „Jäger der Legenden“ von Fanny Weber.

Es musizierten Emiliano Gavito (Flöte, Piccolo, Bassflöte), Adam Starkie (Klarinette, Bassklarinette), Emily Yabe (Violine), Céline Papion (Violoncello). In kurzen Interviews stellten sich die jungen Komponierenden mit ihren Stückideen dem Publikum vor.

Veranstalter: HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Kooperation mit Freunde und Förderer der Komponistenklasse Dresden e.V. Unser Dank gilt unserem Kooperationspartner Musikschule Neue Musik Leipzig.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, der Ernst von Siemens Musikstiftung und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Mit freundlicher Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Präsentiert von den Dresdner Neuesten Nachrichten.
Avec le soutien de la Ville de Strasbourg – dispositif Villes jumelées, Mécénat Caisse des Dépôts et le CNM. lovemusic est lauréat du prix Ensemble ’25 Ernst von Siemens Musikstiftung.

15.6.25 Schnuppertag und Aufführung „Duks!“

Die Komponistenklasse Dresden nimmt neue Schülerinnen und Schüler auf

Wer sich für das Erfinden von Musik interessiert, ist bei der Komponistenklasse Dresden genau richtig! Hier werden komponierende Kinder und Jugendliche gefördert, und deren Stücke werden auch öffentlich aufgeführt. Davon kann man sich einmal mehr am Sonntag, 15. Juni, 16 Uhr im Stadtbezirksamt Dresden-Loschwitz überzeugen, wenn es heißt „Duks! – antworteten die Tiere“. Das Familienkonzert der Komponistenklasse Dresden mit Lesung und Ausstellung der Buchkinder Dresden gestalten Felix Kober (Gesang, Moderation), Andrea Hofmann (Violine) und Christine Hesse (Klavier). In Musik, Texten und Bildern geht es um Tiere und Fabelwesen. Die jungen Komponistinnen und Komponisten sind in kurzen Interviews gemeinsam mit den Buchkindern zu erleben.

In Verbindung mit dieser vom Stadtbezirksbeirat Loschwitz geförderten Aufführung lädt die Komponistenklasse Dresden zum „Schnuppern“ ein und nimmt neue Schülerinnen und Schüler auf. Wer zwischen acht und 18 Jahre alt ist und sich fürs Musikerfinden interessiert, kann beim Konzert am Info-Tisch ins Gespräch kommen und einen Probeunterricht vereinbaren oder mit Silke Fraikin Kontakt aufnehmen (leitung@komponistenklasse.de). Gefragt sind Fantasie und Experimentierfreude, besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. 

Stadtbezirksamt Loschwitz, Grundstr. 3, 01326 Dresden. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
www.komponistenklasse.de, www.buchkinder-dresden.de

Sommerkurs der Komponistenklasse Dresden

31.7. bis 8.8. im Rittergut Limbach (Wilsdruff)

Im Sommerkurs der Komponistenklasse Dresden trafen sich komponierende Kinder und Jugendliche aus Dresden und dem sächsischen Raum. Sie wurden von den Komponisten Silke Fraikin und Johannes Korndörfer (Dresden), Annette Schlünz (Strasbourg) und Bernd Schumann (Göttingen) unterrichtet. Gäste des Kurses waren auch Schülerinnen des Konservatoriums aus Dresdens Partnerstadt Strasbourg.

Neben dem Kompositionsunterricht standen Gehör- und Rhythmustraining, Chorsingen, Gruppenimprovisation, Musikhören, Präsentationen und Vorträge rund ums Komponieren auf dem Programm, darunter Themen wie „Geschichte der Elektroakustischen Musik“, „Boulez 100“, John Cages „Living Room Music“ und „Komponieren für Gitarre“.

Die entstandenen Kompositionen für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello werden am 8./9. November 2025 im Saal der Musikschule Neue Musik Leipzig sowie in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden / Kleiner Saal uraufgeführt. Es musiziert das collective lovemusic aus Strasbourg.

Der neuntägige Ferienkurs wurde veranstaltet vom Verein Freunde und Förderer der Komponistenklasse Dresden e.V. und gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Preisträger beim Festival „Kurzsuechtig“ in Leipzig

Der Wettbewerb für Filmmusik & Sounddesign 2025 endete am 5. April. Über einen 1. Platz durfte sich Jonas Kerda (Schüler der Komponistenklasse Dresden) freuen. „Kurzsuechtig“ ist das Festival für die besten mitteldeutschen Kurzfilme. 2025 fand es vom 2. bis 6. April in der Schaubühne Lindenfels im Leipziger Westen statt. Weitere Infos sind hier zu finden.

30.3.25 LandesJugendensemble Neueste Musik in HELLERAU

Erfolgreiches Debüt bei den DTzM mit Werken von Annette Schlünz, Richard Plate und Christian FP Kram

Die Komponistenklasse Dresden und das LandesJugendensemble Neueste Musik Sachsen haben eine Zusammenarbeit gestartet. Bereits im letzten Jahr war Jonas Kerda (Schüler der KKDD) für zwei Tage auf Einladung des Sächsischen Musikrats beim Sommerkurs des Ensembles in der Landesmusikakademie Sachsen auf Schloss Colditz zu Gast und wird ein Stück für das LandesJugendensemble komponieren.

Das LandesJugendensemble Neueste Musik Sachsen mit seiner künstlerischen Leiterin Elizaveta Birjukova gab am 30.3.25 in HELLERAU sein Debüt bei den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik. Nach intensiver Probenarbeit – u.a. mit Musikern des renommierten Ensemble Modern (Mentoring DTzM 2025) – präsentierten die jugendlichen Interpreten mit Flöten, Saxophon, Streichern, E-Bass, Harfe, Gesang, Klavier, Akkordeons und Schlagwerk Annette Schlünz‘ Komposition „Sechs Steine, sechs Widerscheine, sechs Echos“ (2023) und „Meeting Point“ (2024) von Christian FP Kram sowie „Pandora’s Box“ (2024) von Richard Plate, der zur jüngsten Komponistengeneration zählt und auch als Saxophonist mitwirkte.

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16.3.25 Uraufführungen bei den Dresdner Stummfilmtagen

Zum Abschluss der 10. Dresdner Stummfilmtage waren in den Technischen Sammlungen vier kurze Animationsfilme von Lotte Reiniger zu erleben, zu denen Live-Musik erklang, die von Schülerinnen und Schülern der Komponistenklasse Dresden komponiert wurde (UA):

„Hänsel und Gretel“ (Musik: Linda Korndörfer und Fanny Weber), „Der Heuschreck und die Ameise“ (Musik: Elias Krauße), „Aschenputtel“ (Musik: Ben Weikelt), „Däumelinchen“ (Musik: Jonas Kerda)

Es musizierten Beate Hofmann (Cello), Michał Skulski (Saxophon), Anke Storch (Schlagwerk).

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